Page 27 - DRW Gemeinsam - 10/2021
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           kreises vorstellen. Exemplarisch nennt Gugenberger die
           Orte Weißenhorn und Senden. Kevin Kaiser unterstreicht:   Ursberg
           „In Vöhringen haben wir für die Appartements mehr Nach-
           frage als Angebote.“                                     Buchbinderei mit neuem Chef
           Auch organisatorisch rücken die beiden Kollegen näher
           zusammen. Kevin Kaiser hat den Landkreis in Nord und
           Süd aufgeteilt. Die ABW-Dienststelle in Illertissen ist zu-
           ständig für den südlichen Landkreis. Im Büro in Neu-Ulm
           laufen Anfragen für den nördlichen Landkreis und das
           Stadtgebiet Neu-Ulm auf. Und die Leitung der stationären
           Wohneinrichtungen für den Landkreis ist jetzt ebenfalls in
           Illertissen ansässig. „Auf diese Weise sind wir näher dran
           an den Menschen, die bei uns anfragen und die wir beglei-
           ten“, sagt Reinhard Gugenberger. Doch so gut Organisation
           und fachliche Zuordnung geregelt sind – es gibt ein großes
           Problem: Auf der Baustelle des sozialen Miteinanders feh-
           len schlicht die Handwerker.

           Im Kreis Neu-Ulm eine Pioniersituation                   Alexander Schipf (li.) ist Nachfolger von Andreas Steeger
           „Jetzt gilt es noch, die Menschen zu finden, die dazu bei-  Nach 30 erfolgreichen Jahren in der Buchbinderei ver-
           tragen, dass unsere Pläne und Angebote auch umgesetzt    abschiedete sich Betriebsleiter Andreas Steeger in den
           werden können“, sagt Gugenberger. „Wir suchen alle Beru-  wohlverdienten Ruhestand. Alexander Schipf tritt seine
           fe, von der Heilerziehungspflege, Erzieher, Sozialpfleger   Nachfolge an.
           aber auch Verwaltungskräfte und Techniker, Mitarbeitende   Die Buchbinderei ist ein traditionsreicher und ausge-
           in der Hauswirtschaft und in der Hausreinigung“, zählt er   sprochen vielfältiger Handwerksbetrieb im DRW und
           auf. „Das ist eine Riesenherausforderung, hier etwas auf-  ist schon seit der Zeit von Dominikus Ringeisen ein
           zubauen, in gewisser Weise eine Pioniersituation. Das ge-  Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung an. Bereits
           meinsame Leben in einer neuen Wohneinrichtung beginnt    1894, kurz nach der Gründung der Einrichtung, war be-
           ohne Probelauf. Das ist eine wahnsinnig spannende Ange-  reits die Rede von einer Vergrößerung des Arbeitsrau-
           legenheit. Wir sind eine sehr überschaubare DRW-Region   mes der Buchbinderei.
           ohne große Hierarchien. Die Mitarbeiterinnen und Mitar-
           beiter, die mit uns diese neuen Angebote etablieren, be-  Der Buchbinder kümmert sich um in die Jahre gekom-
           kommen viel Vertrauen und große Eigenverantwortung.      mene Gebrauchsbücher und abgegriffene Lieblings-
           Gemeinsam möchten wir hier in den nächsten Jahren ei-    schmöker ebenso wie um frisch gedruckte Schriftstücke.
           nen großen Teamgeist und ein Zusammengehörigkeitsge-     „So vielseitig wie die Arbeit des Buchbinders ist auch
           fühl entwickeln, das zum Wohlbefinden unserer Bewohne-   das Angebotsspektrum unserer Buchbinderei“, sagte
           rinnen und Bewohner wesentlich beitragen wird.“  Deshalb   Andreas Steeger. Es reicht von handwerklichen Buchbin-
           will und kann Gugenberger in Vöhringen nicht mit Vollbe-  dearbeiten über Buchreparaturen bis hin zu Leistungen
           legung starten. Nicht nur, weil sich auf diese Weise alle im   im Bereich der Druckweiterverarbeitung. „Ich möchte
           neuen Haus besser aufeinander einstellen können. Auch,   mich bei meinem Team und insbesondere bei unseren
           weil immer noch Baumeister des sozialen Miteinanders für   langjährigen Kunden für die Treue und die gute Zusam-
           das Haus „Renate“ fehlen.                                menarbeit bedanken. Wir haben gemeinsam in den letz-
                                                                    ten 30 Jahren viel erreicht“, so Steeger weiter. In den
                                                                    vergangenen Wochen hat Steeger seinen Nachfolger
                                                                    Alexander Schipf bei dessen Start unterstützt.
                                                                    Der neue Mann an der Spitze der Buchbinderei verfügt
             Unsere Jubiläums-Internetseite zu 25 Jahren Stiftung   über vielfältige und langjährige Erfahrungen im Buch-
             Dominikus-Ringeisen-Werk
                                                                    binderhandwerk. „Meine neue Aufgabe in der Buchbin-
             www.25jahrestiftung.drw.de                             derei St. Simpert ist eine reizvolle Herausforderung. Ge-
             n  Hintergründe                                        meinsam mit meinem Team wollen wir ein verlässlicher
             n  Interviews                                          und vertrauensvoller Partner für unsere neuen und vor
             n  Veranstaltungen
                                                                    allem auch weiterhin für unsere langjährigen Kunden
                                                                    sein“, betonte Alexander Schipf beim Stabwechsel.



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